Ich bin ne Kölsch-Schlesischer Jung



Vorweg muss ich erwähnen, das ich keine Sprachwissenschaftler bin und alles was ich schreibe nur auf persönlichen Erfahrungen beruht.

Sag einem Schlesier nie das er ein Pole ist. :)

Oft werde ich als Pole bezeichnet, weil ich ja in Polen geboren bin. Was zweifelsohne erstmal so als Fakt anzusehen ist. Ich bin in Polen geboren. Nichts desto trotz wohne ich jetzt schon seit fast 30 Jahren in Deutschland, spreche Deutsch um längen besser als Polnisch. In Polen z.b kann ich den polnischen Nachrichten nicht folgen. Der Grund ist die schnelle und für mich gehörte undeutliche Aussprachen. Ich gehe eher davon aus, das man nicht undeutlich spricht, sondern es für meine Hirn einfach schon zu weit in der Vergeigenheit liegt und ich auch viele der Worte nicht kennen. Zugegebenermassen ist die polnische Sprache auch echt ein Ding für sich. Ich bin froh das ich Polnisch nie als Fremdsprache lernen musste.

Bei uns in Schlesien ist das alles etwas anders, wenn auch nicht viel.

Die Polen bezeichnen meine Sprache als ‚Dialekt śląski‘,der Schlesische Dialekt. Wir selbst sprechen aber von, ‚ślónsko godka‘, der Schlesischen Sprache. Oder gerne einfach nun ‚auf schlesisch‘.

Man sagt, das die schlesische Grammatik, in etwas der polnischen entspricht. Das ist wohl schon die einzige Gemeinsamkeit. Viel Worte unterscheiden sich nicht, sondern sind schlicht weg ganz anders. Es ist eine Mischung aus Polnisch und Deutsch und Tschechisch.

Ein paar Beispiele:

Auf Deutsch heist es Nudelholz. Auf Schlesisch Nudelkulla und auf Polnisch wałek do ciasta.

Einer meiner Lieblingsworte ist das wort Schmetterling. Auf Schlesisch heist es Schmaterlok auf Polnisch Motyl.

Die Liste ist gefühlt unendlich.

Das Schlesisch gibt es aber auch nicht. Schlesisch ist von Ort zu Ort irgendwie anders, aber man versteht sich im groben.

In Polen ist es wiederum etwas anderes. Die Polen verstehen die Schlesier einfach nicht. Wenn ich mit Polen in Deutschland spreche, sagen sie mir nach gefühlt 5 Sätzen, das ich doch lieber Deutsch sprechen soll, weil sie mich nicht verstehen. Die Schlesier verstehen aber die Polen, was für mich immer sehr herrlich ist. Ich bin in Kozłowa Góra, Piekary Slonskie (Ziegenberg in Deutsch Piekar) geboren und aufgewachsen. Das liegt quasi an der sprachtechnischen Polnischen Grenze. Die Grenze bildet der Fluss Brynica. Meine Oma erzählte mir, das es früher so war, dass die Menschen auf der anderen Seite Sie nicht verstanden haben.In Schlesien nennt man den Polen, Gorol. In Polen  wiederum heist man als Schlesier Hannes.

Ich versuchte mal verrauszufinden, warum die Polen( ich spreche jetzt mal allgemein, auch wenn klar sein sollte, das nicht jeder Polen, Schlesier nicht mag) die Schlesier nicht mögen.

Meine Oma, die immer noch in Schlesien wohnt, erzählte mir folgenden Geschichte. Erstens war Schlesien immer ein umkämpftes Gebiet, mal waren es die Deutschen, mal die Polen mal die Tschechen und weiss was ich noch nicht wer. Es gab sogar ein Zeit, das gab es das Land Polen nicht mal.

Schlesien war immer schon reich an Bodenschätzen, dem schwarzen Gold. Steinkohle. Man erzählte mir, das die Polen, nach Schlesien kommen und Chefs der Zechen wurden. Die Schlesier mussten dann für Sie arbeiten. Das schürte dann Neid und sowas alles. Ob diese Geschichte stimmt weiss ich nicht, aber ich kann mir nicht vorstellen, das das er einzige Grund ist. Ich denke, das es eher historisch gewachsen ist und auch der Bezug zu Deutschland sein übriges getan hat.Heutzutage  ist das Verhältnis wohl entspannter, jedoch denke ich auch das es immer wieder Menschen geben wird die mir in Polen das Gefühl geben eben nur ein Schlesier zu sein und der Polnischen Rasse nicht würdig.

Früher hab ich es nicht gemocht nach Polen zu fahren, da die Polen, zumindest die die ich traf, mir immer mit sehr viel Ablehnung begegnetet. Es gab auch eine Zeit wo ich mit Polen nichts zu tun haben wollte. ich mochte sie einfach nicht. Ich fand sie für nationalistische Arschlöcher die nichts tun aber über die Deutschen meckern  und sich vor Neid gegenseitig zu zerfressen.

Ich war mal für ein paar Tage in Stetin. Als ich dort ankam, sagte man mir, das man Deutsche hier nicht mag.  Auf Nachfrage wo das Problem ist, sagte man mir, das man die Sprache nicht mag. ich hab gedacht mich trifft der Schlag, was für ein Schwachsinn.

Ich könnte noch ganz viele Beispiele aufschreiben, aber ich lasse es einfach mal. Heute hat sich meine Meinung zu Polen sehr geändert. Warum weiss ich nicht, aber ich tat es und das ist mir auch sehr wichtig. Früher war ich auch eher ein verbittertet Schlesier, heute bin ich stolz drauf, und es ist mir wichtig, meine Sprache und meine Tradition zu erhalten.

Nach vielen Jahren des inneren Kampfes, habe ich meine Rolle gefunden und fühlte mich als Kölsch-Schlesischer Jung. Ich erwarte nicht das man es versteht, aber ich denke das ein Schlesier mich verstehen würde. Es ist nicht immer einfach für eine Heimat zu kämpfen, die es auf dem Papier nicht gibt. Lasst mich einfach Schlesier sein. Ich nehme euch werde euren Arbeitsplatz weg, noch die Frauen. Ich möchte einfach nur nicht als Pole bezeichnet werden, und wenn ihr mich fragt,erzähle ich euch auch gerne etwas über meine Heimat.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleine Einblick in mein Denken geben.

Micha

 

 

 

 

baer

Spiele und Informatik

Spiele und Informatik

Die Tage habe ich zwei tolle Spiele entdeckt, die ich euch unbedingt mal vorstellen muss. Das erste ist eher eine Challenge für Mathefreaks. Das ganze nennt sich Projekt Euler. Das ganze ist auf einer Webseite verankert. https://projecteuler.net ist die Adresse für den Spass. Es ist nicht einfach und es setzt Kenntnisse über Mathematik und Programmieren voraus. Problem ist, das es extrem süchtig macht, wenn man sich einmal auf das ganze einlässt. Man kann sich auch mit anderen „Freunden“ messen, was noch einmal einen tollen Ansporn gibt. Die Anmeldung ist recht simpel und auch nicht mit irgendeinem FB Quatsch verkoppelt. Reinschauen lohnt sich auf jeden Fall.

Das andere Spiel was ich euch vorstellen möchte, ist Human Resource Machine. Ich hab mir das Spiel auf Steam gekauft. Es funktioniert wunderbar auf nem Mac, zumindest auf meinem. Das ganze ist sehr abgedreht und hat das Thema Assembler Programmierung. Wenn man keine Ahnung hat was das ist und einen Programmieren auch nicht interessiert, ist das sicherlich nichts für euch. Habt ihr ein Hang zum Masochismus, steht auf Informatik und Assembler wird es euch bestimmt Spass machen. Hat euch Assembler schon immer mal interessiert ist es eine tolle Möglichkeit mal so zu sehen, wie Computer im Kern funktionieren.

Ich wünsche euch viel Spass bei Knobeln und Programmieren.

Micha

Würde Chaplin Transformers gucken?

Oftmals trifft man auf die ewige Diskussion, Effekte vs. Story. Oft wir es gleichgesetzt mit alt gegen neu. Ist das den eigentlich fair?
Der berühmte Herr Fritz Lang hat mit seinem „Metropolis“ Meisterwerk wohl Filmgeschichte geschrieben und auch ohne Computer Effekte in seinen Film gezaubert. Jahrzehnte später sind Spezial Effekte aus dem Kino nicht mehr wegzudenken. Die Frage die sich stellt ist. Muss das so sein? Was wäre wenn es bis dato immer noch keine Computer gäbe? Gäbe es dann auch keinen Harry Potter Film und keine Transformers?
Sicherlich glänzt Transformers nicht unbedingt mit toller Story, auch wenn für manchen vielleicht schon. Es ist eigentlich eine große Pixelmaterialschlacht. An dieser Stelle mal ein riesiges Kompliment aber die FX Jungs und Mädels.
Viele sehen sich den Film nicht an, weil es eben eine große Materialschlacht ist und die Geschichte in 5 Minuten erzählt wäre. Irgendwie ist es schade.
Ein Künstler der nur malt, darf sich auch Skulpturen anschauen ohne diese direkt zu verteufeln.
Ein Film kann sicherlich aus vielerlei Gesichtspunkten betrachtet werden. Erzählweise, die Geschichte als solches, die schauspielerische Leistung, Stimmung usw. Doch muss jeder Film tatsächlich die hochtrabenden Attribute haben um gut zu sein? Sicherlich nicht.
Würde man Transformers nur auf „konventionelle“ Art und Weise machen, das heißt mit kleinen Figuren und Stopp Tricks, würde es dann mehr Leute ins Kino treiben weil es Handarbeit ist und keine Spezial Effekte? Oder würde sich dann wiederum beschweren das die Effekte nicht realistisch genug sind?
Viele Cineasten argumentieren so: Einen Effekt darf man nicht sehen sonst wirkt dieser unglaubwürdig. Durchaus ein nachvollziehbares Argument aber wie soll man bei Harry Potter zeigen, das jemand zu Geist wird? Soll es sich ein Bettlacken über den Kopf ziehen und BUUU machen? Sicherlich gibt es Tricks um Leute als Geister zu zeigen oder Strahlen aus einem Zauberstab sausen zu lassen und wilde Roboter sich gegenseitig verhauen lassen. Aber warum soll man Nägel mit Bücher in die Wand hauen, wenn man doch auch einen Hammer nehmen kann?
Wie so oft in der unendlich langen Geschichte der Menschheit kommt man mit neuen Dinge nicht so gut klar, aber warum kommen nicht Argumente wie: “ die Geschichte sagt mir nicht zu“, oder Actionfilme und Kinderbücher sind nicht mein“ ? Warum müssen immer die Spezial Effekte dran glauben?
Filme entführen Menschen in eine Welt voller Fantasie, Gefühlsduselei, Illusion und Faszination. Ist es so schwer seinen Geist, auszuschalten, sein Popcorn zu nehmen und den Film zu genießen auch trotz FX?
Die Chance Chaplin zu fragen ob er FX-Filme mag oder nicht werde ich wohl so schnell nicht bekommen, leider, aber die Frage die sich mir so stellt ist: Was würden die Leute denken, wenn Chaplin nach seinen Meisterwerken, plötzlich Transformers gemacht hätte und noch in der Form wie es erschienen ist?

Wenn die Wolken weinen

Die Ausbreitung der Menschen und all ihrer Vorteile ist wohl nicht mehr zu stoppen. Die tollste positive Eigenschaft an dem Tier Mensch ist wohl seine Selbstaufgabe und sein Verständnis zur Natur. Der Mensch hält sich ja, pauschal gesagt, für das wohl intelligenteste Tier auf unserem tollen Planeten. Also ich weiß ja nicht wie es euch da geht, aber ich habe noch nie gesehen das ein „Tier“, im lexikalischen Sinne, zuerst seine Umgebung zerstört und sich dann beschwert, da er nicht zu Essen hat.
Wenn man mal die Weitsichtigkeit der Menschheit und der Tiere gegenüber stellt und davon mal eine gewisse Intelligenz ableiten würde, würde der Mensch wohl nicht mehr ganz so gut abschneiden.
Die Frage ist nur, warum das wohl so ist. Seltsamer weise ist es ja nicht pauschalisierbar. Eine Mutter würde wohl unter normalen Umständen nicht ihr Kind aber auch nicht das Kind eines anderen töten. Andere wiederrum haben kein Problem damit, einen Lebensspendenden Lebenraum zu zerstören, den die Kinder eines anderen brauchen um zu überleben. Sehr seltsam.
Hätten sich allgemein gesagt „Steinzeitmenschen“ so verhalten, wären sie wohl nicht allzuweit gekommen. Sie hätten nie ein Population ausgerottet, um sich ein paar Geweihe an die Höhlendecke zu nageln, und dann festzustellen, ups, nicht mehr zu Essen da. Heutzutage haben wir ja das Problem nicht, es gibt ja das schier unerschöpfliche Jagtgebiet in der Rewesteppe und die den Aldibergen.
Mir selbst ist vor Jahre ein seltsamen Vorfall passiert:
Ich stand hinter der Theke, die Kneipe war voll und ein Gast wollte zahlen. Nachdem er dann gezahlt hatte sagte er :“ Ich hätte auch gehen können, du hättest es nicht gemerkt“. Richtig, antwortete ich. Er lachte nur und sagte:“ Hätte ich nicht machen können, sonst bekomme ich das irgendwann 1000 Fach zurück“.
In meinen Augen, mal ein Spruch der zum nachdenken anregt.
Wie würde den ein großes Volk, sagen wir mal, die Usaner reagieren, wenn aufgrund ihrer umweltfreundlichen Politik ein Teil ihres Landes komplett unbewohnbar wäre, und die die in dieser Katastrophe umgekommen wäre auch noch selbst Schuld dran gewesen wäre. Wem sollte man da den Vorwurf machen. Die Katze würde sich in dem Falle wohl selbst in den Schwanz beißen. Ich wünschen ja jedem das beste aber manchmal würde ich mir doch einfach eine Naturkatastrophe wünschen die jeglichen Öl unbrauchbar macht, und die Menschheit zwingen würde sich was anderes zu überlegen. Die großen Nationen würde schon eine schuldigen finden, aber das sie kein Öl hätte könnten sie auch nirgends hin. In diesem Sinne Fahrrad rockt.

FAZ dir deine Meinung

zitat:“21. Juli 2009 Verbraucherschützer haben den tückischsten Ort auf Erden ausgemacht – es ist der Supermarkt. Sein Vergehen: Er bietet die Ware der tendenziell bösartigen Industrie möglichst verführerisch an, damit er Geld verdient. Geschröpft wird dabei der Kunde. Abgezockt, beschummelt, getäuscht.

So suggeriert uns das Heer der Verbraucherlobbyisten. Zur Untermauerung des Feindbildes warnen sie unermüdlich vor dem Übel an der Warentheke und vor Etikettenschwindel. Keine Woche vergeht ohne Entlarvung angeblicher Mogelpackungen, versteckter Dickmacher oder ohne Sonderangebote, die keine sind. Aufklärung des Kunden nennen sie das dann. Tatsächlich aber ist das eine Entmündigung des Bürgers.“(FAZ.net)

Sehr sehr lustiger Artikel. Ich würde ja gerne wissen wer das geschreiben hat. Einer von der Industrie?. Kritik an wem auch immer ist ja durchaus erlaubt, aber in diesem Artikel wird der Beriff des Bürgers, subjektiv betrachtet, mit einem kleinen Kind gleichgesetzt.Es mus so sein, weil wir es schreiben. Das Wort „tatsächlich“ vermittelt, zumindest mir als Leser, eine derartike Klugscheiserei und Besserwisserei. Von einer Zeitung hätte ich jetzt ein bisschen mehr Niveau erwartet.
Höhstwahrschlich wir dieser Artikel im Wirren des Netzes untergehen, was eigetlich sehr schade ist. Warum kann man nicht mal „Beweise“ für seine Theorie liefert, warum das auch Tatsächlich so ist. Die Verbraucherschützer wiegen ja auch und schauen warum sachen so sind wie sie sind, so kommt es einem zumindest vor. Na dann hoffe ich mal, das der Artikle tatsächlich nicht untergeht und für Gespächstoff sorgt.

Sich auf die Angst freuen

Ich freu mich so sehr auf die oder das….
Wie oft habe ich diesen Satz schon gehört.
Oft musste ich dann aber auch feststellen, das die Freude direkt von einer Angst vertrieben wird.
Angst, in die man sich reinsteigert und am Ende bleibt im schlimmsten Fall nur Wut und Panik über.
Woran das liegt weiß ich nicht, jedoch habe ich mir dazu ein Paar Gedanken gemacht…
Die Freude auf etwas besteht oft aus dem ausschmücken der Realität im Bezug auf die Sache die man sich freut.
Man erzählt es Freunden, Bekannten oder der Familie. In den meisten Fällen wir das Ausschmücken von den teilhabenden Personen weiter voller Eifer weiter betreiben.
Dann kommt der kleine Knall wo es nicht mehr auszuschmücken gibt und die ersten Zweifel kommen.
Wenn man nur ein bisschen Pech hat, kommen die Zweifel vor den eintreffen des Ereignisses.
Wenn man jedoch großes Pech hat kommen die Zweifel, direkt mit den eintreffen des Ereignisses.
Und dann???
Dann steht man da, und das worauf man sich gefreut mich ist nur noch eine sorgen.
Ds ich ein Grundpositiver Mensch bin kann ich dieses Verhalten nur schwer nachvollziehen.
Ist es den nicht viel schöner wenn man das, worauf man sich gefreut hat auch einfach mal gemieden kann?
Da zu sitzen und die Freuden des Lebens geniessen?
Bei manchen Menschen hat man das Gefühl, das sie gerade nach diesem Gefühl der Angst und der Zweifel sehnen. Stehst das schlechte finde und nicht mal versuchen das gute und schöne zu finden.
Für die die es nicht verstehen oder für die die es munter weitertreiben gibt es ein tolles und amüsantes Buch von Paul Watzlawick.
Anleitung zu Unglücklichsein
Freut euch auf das Buch…es gibt keinen Grund Angst davor zu haben.